Chronologie

Januar 1987
Während des ersten Frauenarbeitskongresses in Berlin nimmt die Idee eines selbsverwalteten Gründerinnenzentrums Formen an.

August 1987
Frauen aus Projekten, Betrieben, Wissenschaft und Existenzgründungsberatung gründen den Verein WeiberWirtschaft. Arbeitsschwerpunkt: Entwicklung eines Trägermodells für ein Gründerinnenzentrum, Mitgliederwerbung, Öffentlichkeitsarbeit.

Oktober 1988
WeiberWirtschaft e.V. steigt - zunächst ohne Erfolg - in Grundstücksverhandlungen über Westberliner Gewerbeimmobilien ein.

Juli 1989
WeiberWirtschaft e.V. erhält eine ABM-Stelle für Öffentlichkeitsarbeit.

Dezember 1989
Gründungsversammlung der Frauengenossenschaft WeiberWirtschaft.

September 1990
Bezug eigener Büroräume in Berlin-Neukölln.

Januar 1991
Bildung eines Büroteams. Zwei Stellen können über die Anschubfinanzierung des Senats Berlin, Abteilung Frauen, finanziert werden.

April 1991
Erste Generalversammlung der WeiberWirtschaft eG in Gründung.

Herbst 1991
Die WeiberWirtschaft steigt in Grunstücksverhandlungen über den Gewerbekomplex des ehem. VEB Berlin-Kosmetik in Berlin-Mitte ein.

Januar 1992
WeiberWirtschaft wird ins Genossenschaftsregister eingetragen.

Oktober 1992
Unterzeichnung des Kaufvertrages über die Grundstücke Anklamer str. 38-40. Das Finanzierungskonzept bündelt Wirtschaftsfördermittel (GA-Mittel), Darlehen der Stadterneuerungsprogramme, Bankkredite und das Eigenkapital der Genossenschaft.

Mai 1993 bis April 1994
Durchführung einer Qualifizierungsmaßnahme für Existenzgründerinnen, gefördert durch das EU-Programm NOW.

November 1993
Start der Umbau- und Sanierungsarbeiten, Bauphase 1.

September 1994
Fertigstellung der ersten Bauphase und Einzug der ersten Mieterinnen ins Vorderhaus.

Juni 1995
Dachfest zur Rohbaufertigstellung des 2. Bauabschnitts (Hofgebäude).

Oktober 1995
Richtfest für den Neubau mit drei Ladengeschäften und dreizehn Sozialwohnungen.

Mai 1996

Eröffnung des ersten Eigenbetriebs, des Tagungsbereichs.

September 1996
Abschluß der Bauphasen 3 und 4. Gesamteröffnung des Gründerinnenzentrums.

Juni 1998
Zum ersten Mal findet im Gründerinnenzentrum ein Hofkonzert anläßlich der Fête de la Musique statt. Rund 1000 BesucherInnen finden den Weg zum open-air-Konzert mit Weltmusik.

Herbst 1998
Auf rd. 40% der Gesamtfläche werden Raumluftkontaminationen aus einem Baustoff der Vorkriegszeit festgestellt.

Frühjahr und Sommer 1999
Betroffene Mietparteien werden umgesetzt. Zur Co-Finanzierung der Altlastensanierung zeichnen rd. 500 Frauen rd. 2000 neue
Genossenschaftsanteile. Die Baukosten werden zu 80 % über GA-Mittel (Senatsverwaltung fur Wirtschaft und Technologie Berlin) bezuschußt; aus
Mitteln der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung werden die Umzüge der
Mieterinnen und ein Bewirtschaftungsdefizit der Genossenschaft wahrend der
Bauphase finanziert.

Oktober 1999 bis Juni 2000
Durchführung der Altlastensanierung. Der belastete Baustoff in den Geschoßdecken wird ausgebaut.

Juni 2000

Beginn einer neuen Vermietungskampagne. Bis zum Jahresende sind die Gebäude wieder zu nahezu 80% ausgelastet.

März 2001
Auf der "2. Tagung der Frauengewerbe- und Gründerinnenzentren" im Tagungsbereich schließen sich 11 Gründerinnenzentren aus ganz Deutschland zu einem bundesweiten Netzwerk zusammen.