Hamburg: Interkulturelles Frauenwirtschaftszentrum
Standort
Das Zentrum liegt in zwei angemieteten Etagen eines Geschäftshauses in St. Pauli. U- und S-Bahn sind in wenigen Gehminuten erreichbar. Auch die anderen Räume des Gebäudes sind von Agenturen und kleinen Unternehmen belegt. Eine Kita liegt im Gebäude. Insgesamt ist ein Ort mit vielen Synergien für Kreative entstanden.
Struktur und Leistungsangebot
Um das weibliche Gründungspotenzial auszuschöpfen und zu fördern, ging am 1. März 2011 erstmalig in Hamburg ein Frauenwirtschaftszentrum an den Start. Unter dem Namen "Lerche 28" sind 15 Büros nur für Gründerinnen und Unternehmerinnen - gern mit internationaler Ausrichtung oder Migrationshintergrund - entstanden.
Das Konzept "Lerche 28" sieht die Schaffung von kleinen Büroeinheiten mit kurzen Kündigungsfristen von nur vier Wochen vor. Bürogemeinschaften können vermittelt werden. Hohe Decken, viele Fenster und Parkett schaffen eine gute Arbeitsatmosphäre. Ein Aufzug ist vorhanden. Ein zentraler Fotokopierer und ein Faxgerät stehen zur Verfügung. Der Besprechungsraum und Gemeinschaftsküche runden das Angebot ab. Die Frauen können während der max. fünf Jahre Mietdauer ihre Marktposition in einem auf sie zugeschnittenen Umfeld festigen. Neben der reinen Bürofläche steht in der „Lerche 28“ anfangs ein mehrsprachiges Team unterstützend zur Verfügung. Dies erleichtert den Zugang zu Informationen über die Angebote des Hamburger Existenzgründungs- und Beratungsnetzwerks, über Sprechstunden, Netzwerktreffen und Veranstaltungen. Das Team der Geschäftsstelle des Zentrums steht den Mieterinnen mit Rat und Tat beiseite, betreibt laufend Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für das Zentrum, plant Angebote für die Mieterinnen und das Netzwerk und organisiert Mieterinnen-Treffs und Unternehmerinnen-Netzwerktreffen.
Das Projekt entstand auf Initiative der ehemaligen Behörde für Wirtschaft und Arbeit und wird von Unternehmer ohne Grenzen e.V. in Zusammenarbeit mit der steg Hamburg umgesetzt. Die Projektförderung erfolgt von 01.01.2010 bis 31.12.2012 durch den Europäischen Sozialfonds und die Freie Hansestadt Hamburg.
Entstehung und Finanzierung
2009 wurde das Projekt von der Bürgerschaft der Freien Hansestadt Hamburg initiiert.
Hintergrund: 2008 lag die Selbstständigenquote in Hamburg von Frauen bei 10,3% / von Männer bei 17%. Die Quote der Gewerbetreibende in Hamburg 2008 von Frauen betrug 30,2% / von Männern 69,8%. Das Weibliche Gründungspotential wurde (wird) in Hamburg somit unzureichend ausgeschöpft.
2010 startete das Projekt. Nach Umfragen von potentiellen Mieterinnen und Experteninterviews wurde das Gesamtkonzept des IFW entwickelt. Das Projekt wird durch eine Koordinierungsgruppe begleitet und durch intensive Netzwerkarbeit öffentlich gemacht. Im August wurde eine geeignete Immobilie in Kooperation mit der steg Hamburg mbH gefunden, die sich durch ein Innovatives Vermietungskonzept, Innovatives Raumkonzept und einer bedarfsgerechte Ausstattung und Infrastruktur auszeichnet. Dezember 2010 begannen die Umbaumaßnahmen für das Zentrum, der Einzug erfolgte am 01.03.2011. Am 27. Mai 2011 wurde das Zentrum offiziell unter der Schirmherrschaft von Frau Dr. Mol und durch die Bürgerschaftspräsidentin der Freien und Hansestadt Hamburg, Frau Veit, eröffnet.
Zukunft
Bis Ende 2012 muss ein selbsttragendes Konzept erstellt werden. Ohne öffentliche Förderung ist die Ressourcen- und Sachausstattung schwierig umsetzbar.
Kontakt
Lerchenstr. 28 a
22767 Hamburg
Fon. + 49 (0) 40 320 330 77
+ 49 (0) 40 320 330 76
Fax + 49 (0) 40 320 330 79
www.lerche28.de



